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Aktuelles

Miteinander den jüdischen Feiertag und Traditionen erleben

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Selbsterfahrungstraining mit der Simulationsbrille

Besuch der jüdischen Yitzhak-Rabin-Grundschule

Am 16.11.2018 besuchten 9 Schülerinnen und Schülern mit zwei Religionslehrerinnen, einer Integrationshelferin eines Schülers und dem Schulleiter Herrn Mages die Yitzhak-Rabin-Grundschule in Düsseldorf.

"Der Besuch, der im Rahmen unseres Religionsunterrichtes stattfand, erfolgte auf Einladung der Yitzhak-Rabin-Schule. Gemeinsam mit 22 Schülerinnen und Schülern der jüdsichen Grundschule feierten wir den den Mitzvah-Day", erzählt Peter Mages. Mitzvah ist hebräisch und bedeutet umgangssprachlich „Gute Tat“.

Unsere Schülerinnen und Schüler wurden von allen herzlich begrüßt. Jedes Kind saß im Klassenraum der Klasse 2 verteilt zwischen 2 Schülerinnen und Schülern der Yitzhak-Rabin-Schule. Da der 16.11. auf einen Freitag fiel, wurde mit uns gemeinsam auch der Sabbat, der
Ruhetag im Judentum, vorbereitet. Die Lehrerinnen und Kinder haben uns die Bedeutung des Sabbats im Judentum nähergebracht.

Dazu gehörte, dass jedes Kind zusammen mit den Mitschülern sein
eigenes kleines „Challa“, das Sabbatbrot, formte. Wir erfuhren viel über die familiären Rituale am Sabbat und lauschten den Liedern und Segenssprüchen der Kinder auf Hebräisch.

Auch unsere Schülerinnen und Schüler konnten den Kindern der Yitzhak-Rabin-Schule viel über unsere Schule erzählen. Eine Schülerin las einen Text in Punktschrift vor, was großes Staunen und Begeisterung bei den Schülern hervorrief. Ein anderer Schüler konnte sehr beeindruckend über den Hilfsmittelgebrauch berichten. Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler der Yitzhak-Rabin-Schule von uns Briefe in Punktschrift und ein Braille-Alphabet, womit sie sich den
Inhalt „erarbeiten“ konnten.

Insgesamt waren unsere Schülerinnen und Schüler und auch wir Erwachsene sehr beeindruckt von der netten Atmosphäre, den Aktivitäten zum Mitzvah-Day und zum Sabbat. Auch die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen der Yitzhak-Rabin-Schule waren sehr erfreut über unsere gemeinsame nette Begegnung.

Wir wollen diese Kooperation mit der Yitzhak-Rabin-Schule fortsetzen. Das gegenseitige Informieren über die Religionen, das Erleben von religiösen Bräuchen und das gemeinsame Feiern führten zum Abbau von Missverständnissen und zu demokratischem Bewusstsein und Handeln.

Ein Kind mit Sehschädigung und Mehrfachbehinderung in meiner Kindertagesstätte – was nun?

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Selbsterfahrungstraining mit der Simulationsbrille

Informationsveranstaltung der Frühförderung am 08.11.2018

Unter dem Motto „Hilfen im Umgang mit einem mehrfachbehinderten sehgeschädigten Kind im Kindergarten“ trafen sich am 8. November 2018 elf engagierte Erzieherinnen und Erzieher, um sich über dieses Thema zu informieren, selbst Erfahrungen unter der Simulationsbrille zu sammeln und sich mit anderen Kolleginnen und Kollegen über ihre Situation und mögliche Unterstützungsmaßnahmen für ihr sehgeschädigtes mehrfachbehindertes Kind in der Kindertagesstätte auszutauschen. Für das Kind in der Einrichtung konnten die Erzieherinnen und Erzieher außerdem eine Körperdusche basteln. In entspannter Atmosphäre kam es zu vielen interessanten Gesprächen, so dass am Ende viele gute Ideen und Vorschläge für den Alltag in der Kindertagesstätte gesammelt werden konnten!

Gedenken zum Jahrestag der Reichspogromnacht

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Die Schüler legen am Gedenkstein Blumen nieder

Die Klassen 6-10 legten im Rahmen eines Unterrichtsgangs am Gedenkstein der ehemaligen Synagoge in Benrath Blumen nieder. Außerdem haben sie eine Kerze in Erinnerung der Opfer der Reichspogromnacht vor 80 Jahren angezündet. Die Lehrerin Frau Ackermann erklärte den Schülern der Klassen 6-8, dass am 9.11.1938 jüdische Geschäfte geplündert, Bücher verbrannt und Synagogen angesteckt wurden.

Wir, die Schüler waren sehr ergriffen über die Ereignisse von 1938, sehen aber durchaus die Gefahr, dass auch heute ähnliches passieren könnte. Auch heute werden Menschen wegen ihres Glaubens von anderen verachtet.

Erneuter Vizemeistertitel bei den Deutschen Schulmeisterschaften im Goalball

Auch in diesem Jahr nahm die LVR-Karl-Tietenberg-Schule wieder an der Deutschen Schulmeisterschaft im Goalball teil. Diese fand am 06.10.2018 in Marburg statt.

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Bewerbungstraining in der Seniorenresidenz Haus Schlosspark

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Beim Bewerbungstraining erhalten die Schüler hilfreiche Tipps für die Bewerbungsphase.

Die Klassen 7 und 8 erhielten am 02.10.2018 durch unseren Kooperationspartner Haus Schlosspark ein Bewerbungstraining in den Räumlichkeiten der Seniorenresidenz. Herr Dyck als Residenzleiter und Herr Sambor als Ausbildungsleiter für den Beruf des Altenpflegers stellten den Schülerinnen und Schülern zunächst die Einrichtung vor. Ebenso erfuhren die Jugendlichen, dass die Seniorenresidenz Schülerpraktikumsplätze in den Bereichen Altenpflege, Haustechnik, Küche, Konditorei und Verwaltung anbietet. Die Schülerinnen und Schüler übten anhand eines simulierten Vorstellungsgespräches für den „Ernstfall“ und erhielten einen Einblick in den „Bewerbungsknigge“.

Besuch der Ausstellung „Benrath im Dritten Reich“

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Herr Sauer vermittelt den Schülern die Geschichte des Dritten Reiches in Benrath

Am 26.09.2018 besuchten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 der LVR-Karl-Tietenberg-Schule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sehen, die Ausstellung der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath e. V. zum Thema „Benrath im Dritten Reich“. Herr Sauer führte die Jugendlichen durch die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Vereins und erklärte anschaulich anhand vieler Beispiele, was sich in Benrath zur Zeit des NS-Regimes abspielte, wie es den Juden, die in Benrath lebten, erging und was heute getan wird, damit diese schreckliche Zeit nicht in Vergessenheit gerät. Auf dem Rückweg zur Schule suchten die Schülerinnen und Schüler die Stolpersteine in der Hauptstraße und Telleringstraße auf und gedachten der abgebrannten Synagoge in der Friedhofstraße.

Für viele unserer Schülerinnen und Schüler waren die Fakten neu und man spürte, dass die Schüler große Anteilnahme am Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus nahmen. Das zeigen auch diese Schülerstimmen:

„Ich war über die Ereignisse (in der Reichspogromnacht und das Abbrennen der Synagoge) sehr schockiert. Ich empfinde es für wichtig, etwas über die Geschichte des Dritten Reiches zu lernen, damit dies nicht in späteren Jahren erneut geschieht.“ (Raul, 15 Jahre)

„Ich fand den Besuch gut und fand es toll, dass man die Möglichkeit hat, auch zu sehen, was da im 2. Weltkrieg passiert ist.“ (Ahmet, 15 Jahre)

„Es ist wichtig, zu wissen, was früher passiert ist, um weitere Kriege in der Zukunft zu vermeiden.“ (Arif, 16 Jahre)

„Ich verstehe nicht, warum die Leute es (Reichspogromnacht) gemacht haben. Gut, sie hatten eine andere Religion. Na und? Ist doch eigentlich egal. Heutzutage leben voll viele Menschen mit anderer Religion hier in Deutschland. Ist doch Schwachsinn, dass man das früher gemacht hat. Als er (Herr Sauer) uns erzählt hat, dass es einen Künstler gibt, der die Stolpersteine gemacht hat als Erinnerung, damit wir nicht vergessen, was passiert ist, dachte ich mir: So cool, dass sich jemand so viel Mühe gibt, damit wir Menschen nichts vergessen. Das fand ich echt toll.“ (Laurien, 15 Jahre)

„Ich fand es traurig, dass so viele Juden im 2. Weltkrieg gestorben sind. Man sollte an den 2. Weltkrieg erinnern, damit sowas nicht nochmal passiert.“ (Moritz, 15 Jahre)

„Ich fand es erschreckend, zu erfahren, was da alles passiert ist. Man denkt, es war nur Krieg, aber es war viel schlimmer.“ (Celine, 16 Jahre)

„Ich finde, man sollte solche Informationen im Kopf haben, damit man weiß, wie die Menschen früher gelitten haben.“ (Warin, 16 Jahre)

„Ich fand das sehr erschreckend, dass am hellen Tag mitten in der Fußgängerzone eine Synagoge abgebrannt wurde, ohne dass jemand etwas dagegen tun konnte. Es wurden sehr viele Juden ermordet. Das fand ich sehr schlimm. Ich finde es gut, dass es die Stolpersteine gibt, damit man sich an die Judenverfolgung und die Folgen des 2. Weltkrieges erinnern kann.“ (Filiz, 16 Jahre)