Ob ein Mensch „normal“ sieht, sehbeeinträchtigt oder blind ist, lässt sich nicht immer strikt trennen, da die Bereiche ineinander übergehen. Um den Grad der Einschränkung festzustellen, nutzt man meist den sogenannten Visus. Ein voller Visus von 1,0 steht dabei für eine Sehkraft von 100 Prozent.
Von einer Sehbeeinträchtigung spricht man dann, wenn die Sehschärfe dauerhaft verringert ist und eine Brille allein nicht ausreicht, um wieder eine normale Sicht zu erreichen.
Wichtig: Wie gut jemand trotz Sehbeeinträchtigung durch das Leben geht, lässt sich nicht allein an den Visus-Werten ablesen. Es kommt stark darauf an, welche Wege und Methoden die Person für sich findet, um die vorhandenen Einschränkungen zu kompensieren.