Berufsorientierung

Wir bereiten die Jugendlichen an unserer Schule im Gemeinsamen Lernen gezielt und praxisnah auf den Einstieg ins Berufsleben vor. Von den ersten praktischen Erfahrungen durch Berufspraktika bis hin zur abschließenden Beratung werden die Schüler*innen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben unterstützt.

Eine unregelmäßige Anordnung von etwa dreißig quadratischen Mosaikfliesen hängt an einer Betonwand im Flur der Schule. Jede Fliese wurde von Schüler*innen mit bunten Mosaiksteinen, Perlen, Muscheln und Glasstücken individuell gestaltet.

Was kommt nach der Schule?

Wir sehen unseren Auftrag vor allem darin, die Jugendlichen an unserer Schule oder im Gemeinsamen Lernen erfolgreich zu einem Schulabschluss zu führen. Darüber hinaus möchten wir sie auch gezielt auf die Anforderungen der Arbeits- und Berufswelt vorbereiten, damit sie sich weiter entfalten können.

Dabei berücksichtigen wir stets ihre individuellen Kompetenzen, Interessen und Bedürfnisse. Unser Ziel ist es, allen Schüler*innen eine klare Anschlussperspektive für die Zukunft zu eröffnen.

Berufsorientierung an der LVR-Karl-Tietenberg-Schule und im Gemeinsamen Lernen

Von Beginn des Besuches der Sekundarstufe I an befassen sich die Schüler*innen im Unterricht sowie an außerschulischen Lernorten mit Fragen der Lebensführung und beruflichen Orientierung. Hierbei stehen sowohl die Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen und Fähigkeiten als auch Fragen der Gendergerechtigkeit im Fokus, ergänzt beispielsweise durch betriebliche Erkundungen im nahen Umfeld der
Schule.

In dem Zusammenhang sollen die Jugendlichen also selbst über ihre berufliche Zukunft und Lebensplanung nachdenken, um eine kompetente Berufswahl zu treffen.

"Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW" (KAoA) ist ein landesweit einheitliches Programm, in dem junge Menschen in ihrem Prozess der beruflichen Orientierung begleitet werden. Dabei werden individuelle Übergänge in Studium oder Ausbildung gestaltet. KAoA richtet sich an alle Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 8 bis in die Sekundarstufe II.

Im Rahmen des Landesprojekts "KAoA-STAR" (Schule trifft Arbeitswelt) haben auch unsere Schüler*innen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, in den Jahren vor dem Ende ihrer Schulzeit an einer umfassenden und individuell abgestimmten Berufsorientierung teilzunehmen.

Die Schüler*innen aus dem Gemeinsamen Lernen wählen zwischen diesen beiden Angeboten.

Verschiedene Kooperationen

Dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen spezialisierten Institutionen – darunter dem Integrationsfachdienst (IFD) Sehen Düsseldorf , der Bundesagentur für Arbeit , dem Berufsbildungswerk Soest , dem Berufsförderwerk Düren sowie der "Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf" – können wir vielfältige berufsvorbereitende Angebote in den Schulalltag unserer Schüler*innen und denen aus dem Gemeinsamen Lernen einbinden.

Darüber hinaus begleiten wir die Jugendlichen bei der Planung und Durchführung von Betriebspraktika sowie beim Übergang von unserer Schule an eine weiterführende Schule oder direkt in die Ausbildung.

Draufsicht auf vier Schüler*innen, die gemeinsam an einem Tisch in der Schule verschiedene Backzutaten untersuchen. Die Jugendlichen beugen sich konzentriert über die Materialien, um sie im Rahmen der Berufsorientierung für das Bäckerhandwerk zu bestimmen.
Am "Tag des Berufes" informieren sich die Schüler*innen über das Berufsbild "Bäcker*in" und ordnen verschiedene Getreidesorten

Unser gemeinsames Ziel

Das Kernziel der Berufsorientierung an unserer Schule und im Gemeinsamen Lernen ist, gemeinsam mit unseren Schüler*innen die Antwort auf die Frage "Wer bin ich und was kann ich?" zu finden. Der Weg dahin wird durch fünf gleichberechtigte, sich überschneidende Handlungsfelder eingerahmt und unterstützt:

1. Kommunikation

Dieses Feld betont die Wichtigkeit kommunikativer Fähigkeiten für die berufliche Zukunft und die Interaktion mit der Arbeitswelt. Wir fördern diese Fähigkeiten durch verschiedene Übungseinheiten und Gespräche.

2. Elternarbeit

Die Einbeziehung und Unterstützung durch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sehen wir als essenziellen Pfeiler im Prozess der Berufsorientierung. Die kontinuierliche Beteiligung der Eltern ist entscheidend für das Gelingen der Berufsorientierung.

3. Hilfsmittel

Die Kompetenz im Umgang mit notwendigen spezifischen Hilfsmitteln (im Kontext des Förderschwerpunktes Sehen) ist ein wichtiger Bestandteil der individuellen Berufsvorbereitung.

4. Beratung und Informationsbeschaffung

Dieser Aspekt umfasst die professionelle Beratung und die Fähigkeit der Schüler*innen, relevante Informationen über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten selbstständig zu sammeln.

5. Berufs- und Arbeitswelt

Dies beinhaltet die direkte Auseinandersetzung mit den Anforderungen, Strukturen und Möglichkeiten der realen Arbeitswelt. Dies erfolgt durch das Ausprobieren in verschiedenen Berufsfeldern zwecks Orientierung sowie durch Betriebspraktika im Block oder in Langzeit.

Da sich all diese Bereiche gegenseitig verstärken und ergänzen, betrachten wir sie als Einheit. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Schüler*innen optimal darin unterstützt werden, ihre Stärken zu erkennen und eine fundierte Entscheidung für ihren Berufsweg zu treffen.

Ein Friseur-Übungskopf mit langen Haaren, die zu einem dicken Zopf geflochten sind. Der Kopf ist auf einem Stativ montiert und steht auf einem Arbeitstisch im Rahmen der Berufsorientierung, auf dem verschiedene Kämme, Bürsten und eine Box mit Haarclips liegen.
Sie konnten sich auch über den Beruf "Friseur*in" informieren

Die Phasen unserer Berufsorientierung

Hier finden Sie die Übersicht der Maßnahmen, die wir unseren Schüler*innen im Rahmen der Berufsorientierung anbieten.

Melden Sie sich bei uns!

Bei allen Fragen rund um unser Berufsorientierungs-Angebot wenden Sie sich bitte an unsere Koordinator*innen für die berufliche Orientierung. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Unsere Koordinatorinnen für die berufliche Orientierung werden von Lars Bongaertz, unserem Ansprechpartner zum Thema "Übergang Schule-Beruf mit Förderschwerpunkt Sehen" beim Integrationsfachdienst (IFD) Sehen, unterstützt.

Für die Berufsberatung kommt regelmäßig ein*e Mitarbeiter*in der Bundesagentur für Arbeit ins Haus.

Für die Schüler*innen im Gemeinsamen Lernen wird jeweils der zuständige Rehaberater der Stadt hinzugezogen.

Unser Schulhaus kooperiert im Rahmen der Berufsorientierung mit der Seniorenresidenz am Schlosspark und dem Otto-Ohl-Haus.